Nachdem wir Queenstown bei der Herfahrt großzügig umfahren haben, ist die Stadt des ewigen Spaßes und Nervenkitzels auf der Rückfahrt dran. Und wir haben uns ihr hingegeben.

Wir haben es getan. Nachdem wir uns tagelang wegen dem Wetter, den Touris und dem daraus resultierendem Eingesperrtsein grämten und auf dem Weg nach Queenstown an dem Geburtsort des Bungee-Jumpings vorbei geschaut (und mit den Springern mitgefiebert) hatten, haben wir das gemacht, für das Queenstown bekannt ist: wir haben uns ein bisschen Abenteuer erkauft. Genauer: „New Zealands most thrilling ride“, eine Jetbootfahrt durch die Schlucht des sehr engen Flussbettes des Shotover Rivers. Eigentlich war es ein Geburtstagswunsch des Gatten gewesen, doch als dieser nach der halbstündigen Fahrt (während das Baby und ich uns in einem Café vergnügten) völlig begeistert von der Fahrt mit den Worten „Das musst du unbedingt auch machen!“ zurück kam, ließ ich mir das nicht zweimal sagen. Und es war wirklich sensationell! Unglaublich, wie nah man bei fast 80 Kilometern pro Stunde den Felsen kommt… Und was das für ein Nervenkitzel ist, könnt ihr euch bestimmt vorstellen! 😉

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Ein weiterer Nervenkitzel ist es, in Queenstown selbst einen Parkplatz zu finden. Die ganze Stadt ist vollgestopft mit Autos, die einen Parkplatz suchen. Wir hatten Glück und ergatterten uns einen Kurzzeitparkplatz. In 30 Minuten die Stadt zu erkunden jedoch ist gar nicht so schwer, da sie doch recht klein ist. Trotzdem beschließen wir, am nächsten Tag noch mal mit mehr Zeit und Ruhe herzukommen. Das Baby ist nämlich müde und möchte jetzt lieber autofahren und schlafen. Deswegen fahren wir weiter. Und fahren. Fahren an der Abfahrt unseres eigentlich angedachten Übernachtungsplatzes vorbei und einfach weiter die Straße entlang. Würden wir jetzt schon wieder anhalten, würde das Baby nach einem viel zu kurzen Schlaf wieder aufwachen. So fahren und fahren wir weiter die wunderschöne Strecke auf der Glenorchy Queenstown Road nach Glenorchy. Und weiter.

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Ein Blick auf Wikicamps und wir wissen, wo wir übernachten werden: auf dem DOC in Kinloch, ganz am anderen Ende des Lake Wakatipu. Ein paar Kilometer Gravel Road später hatten wir das Ziel erreicht. Ein wunderschöner Platz, auf den uns das schlafende Baby da gebracht hat (übrigens nicht das erste Mal 😉 )
Wie immer hier in Neuseeland hat auch dieser Ort einen Haken. Es ist mal wieder viel zu windig, um mit dem Baby längere Zeit draußen zu spielen. Erst gegen Abend wird es windstiller, doch auch dann sind wir eingesperrt. Zumindest wenn wir nicht von den Sandflies gefressen werden wollen. Mittlerweile sind wir das jedoch gewohnt. Das Baby merkt glücklicherweise nichts davon und tobt zufrieden auf den Polstern und auf ihrem Lieblingsplatz, einem kleinen Podest unter dem die Gasflasche steht, herum.

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Am nächsten Tag essen wir, ganz wagemutig, auf der Picknickdecke. Das Kind ist so warm eingepackt, dass weder Wind noch Sandflies ihm was anhaben kann. Wir schlagen die meiste Zeit wild um uns, bis der Gatte als erstes das Handtuch wirft und im Auto weiter isst. Dann starten wir zurück nach Queenstown, wo wir nach fast einer Stunde Parkplatzssuche einfach nur faul am schönen Seeufer dümpeln, mit dem Baby Kiesburgen, -Gräben und -Löcher buddeln und das Panorama genießen.

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Den erneuten Touritrubel um uns herum blenden wir gekonnt aus. Irgendwie passen die Menschenmassen, die Neuseeland erobern, hier am besten hin zu passen. So gesehen verschwimmen wir in diesem Moment mal gerne mit der Masse.

Fun, fun, fun

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